Der 30jährige Krieg in Franken und seine Folgen
Vortrag

Der 30jährige Krieg in Franken und seine Folgen
Der dreißigjährige Krieg (1618-164) gilt als einer der zerstörerischsten Waffengänge der frühen Neuzeit. Das Schreckensbild der umherziehenden, plündernden und mordenden Landsknechte jener Zeit ist weiterhin präsent. Der Vortrag stellt anfangs die politischen und konfessionellen Grundlagen des Krieges vor, die Franken in seiner sprichwörtlichen Kleingliedrigkeit besonders betrafen. Franken gehörte zu jenen Regionen Deutschlands, die zunächst vom Krieg nicht unmittelbar betroffen waren, um dann ab den 1630er Jahren schwere Verluste zu ertragen. Der Zug des schwedischen Königs Gustav Adolf als Schutzmacht der hart bedrängten Protestanten brachte den Krieg in die Region, die Eroberung Würzburgs 1631 oder die Schlacht bei der Alten Veste 1632 sind hierfür nur zwei Beispiele. Doch in den späteren Jahren verlor der Krieg seine religionspolitischen Züge und war Mittel im Spiel der politischen Mächte. Während der langjährigen Friedensverhandlungen versuchte jede Partei, sich im Kampf noch günstigere Positionen zu sichern. Letztlich war die Unmenge an Söldnern und die Frage nach deren Finanzierung selbst ein Hindernis auf dem Weg zum Frieden. Während der Frieden weitab in Westfalen unterzeichnet wurde, fand der abschließende Friedenskongress 1649/1650 in Nürnberg statt. Die Frage nach dem Zerstörungsgrad des Dreißigjährigen Kriegs ist sicherlich unterschiedlich zu beantworten. Franken gehörte aber zweifellos zu den schwerer betroffenen Regionen, so dass abschließend auch ein Blick in die folgenden Jahrzehnte geworfen wird. Dr. Daniel Burger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Burgen und Festungen sowie der fränkischen und bayerischen Landesgeschichte. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Verein für Oberfranken (Mitglieder kostenfrei)
1 Abend, 25.10.2018,
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr, 0.00 Min. Pause
1 Termin(e)
Dr. phil. Daniel Burger
182-PE0031
Bürgerzentrum, VHS-Vortragssaal, Hauptstr. 73, 91257 Pegnitz
4,00 € ermäßigt 2,50 Euro, Mitglieder frei
Belegung: